Vorstellungstext UKSSD

Da es der UKSSD nicht möglich war bei der Demonstraion einen Redebeitrag zu halten, folgt hier ein Vorstellungstext:

Der Verein Kurdischer Studierender in Syrien und Deutschland (UKSSD e.V.) ist eine gemeinnützige Organisation in Leipzig und eine Plattform für Deutsche, Kurd_innen, Syrer_innen und internationale Studierende und Aktivist_innen, die Interesse haben an der Arbeit sowohl innerhalb als auch außerhalb Deutschlands. Die UKSSD wurde in Syrisch-Kurdistan/Rojava am 15.12.12 von kurdischen Studierenden gegründet, um die zivile Bewegung in ihrem Land zu unterstützen.

Der Konflikt und seine Folgen beschränken sich jedoch nicht nur auf das syrische Staatsgebiet, sondern beeinflussen auch das Leben vieler Menschen hier in Deutschland, so auch in Leipzig. Wir wollen mit unserer Gruppe – bestehend aus Menschen, die direkt und indirekt vom syrischen Konflikt betroffen sind – mit seinen internationalen, nationalen und regionalen Auswirkungen umgehen und sie stärker in das Bewusstsein der Stadt rücken. Dies bedeutet für uns einerseits die Unterstützung unserer syrischen Partnergruppen und ihrer sozialen Zentren, andererseits aber auch ein menschenwürdiges Leben für Menschen zu ermöglichen, die nicht in das bestimmt deutsche Stadtbild Leipzigs passen. Die neue Imagekampagne ist ein weiterer Versuch, all das als „hip“ zu verkaufen, was Leipzig ausmacht bzw. ausmachen soll: weiße Künstler_innen, zugezogene westdeutsche Studierende, „Kultur“ (ob durchschnittlich-bürgerlich oder noch-so-alternativ) und vieles mehr.

Wenn eine Aufwertung der Stadt stattfindet, so soll sie für alle offen sein. Neue Studi-Kneipen in Ost-Leipzig sind wunderbar, jedoch braucht es mehr als das – deshalb ist es unser Hauptziel, Raum für Begegnungen und Organisierung ab von den traditionell-alternativen Etablissements zu schaffen.
Wir wollen die Stadt aktiv gestalten und es nicht den anderen überlassen. Ein erster und für uns sehr wichtiger Schritt ist hierbei die Errichtung eines offenen sozialen Zentrums im Leipziger Osten. Dies ist ein sehr umfassendes Projekt, weshalb wir uns sehr über Menschen freuen, die uns dabei – wie auch in unseren anderen Arbeitsfeldern – unterstützen möchten.

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